Forró-FAQ
Forró kommt aus Brasilien und ist der Überbegriff für Partys auf denen eine bestimmte Art von Musik (Forró-Musik) gespielt und zu der getanzt wird. Mehr dazu hier!
Nein, niemand muss eine*n Tanzpartner*in mitbringen. Beim Forró gibt es auch gar keine festen Tanzpartner*innen, es wird in kurzen Zeitabschnitten gewechselt. Deshalb keine Sorge, wir haben bestimmt ein paar Tänzer(innen) für Dich!
Ja, das gibt es in den meisten Forró-Städten! Bei Partys/Tanznächten gibt es vorher in der Regel eine kostenlose Schnupperstunde um sich das Ganze mal anzusehen. Ganz oft kann man auch in die Forró-Kurse schnuppern (dafür einfach mit dem Kursleiter oder der Kursleiterin Kontakt aufnehmen).
Forró kommt aus dem Nordosten Brasiliens und hat sich aus den Traditionen dieser Region entwickelt und sich dank Luiz Gonzaga auf ganz Brasilien ausgebreitet. Mittlerweile wird Forró auf der ganzen Welt getanzt und man kann auch in Europa fast jedes Wochenende auf ein Festival reisen.
Forró wird auf Forró getanzt! Genial oder? Forró ist ein Oberbegriff für die Musik, den Tanz und das Fest. Forró Musik findest Du auf Spotify (im Forrówelt-Kanal) oder z.B. im Forró Stream auf YouTube!
Gerade deshalb solltest du unbedingt mal vorbei kommen! Wir fangen in unseren Kursen ganz von vorne an und bieten deshalb verschiedene Niveaus (vergleichbar mit den Sprachniveaustufen A1 – C2). In unserem Grundlagen-Kurs (A1) setzen wir auf intuitive Rhythmusschulung und die Tanzbasics. Wir glauben fest daran, dass jeder Forró lernen kann und bisher konnte uns auch noch niemand vom Gegenteil überzeugen (und wir haben schon Einiges gesehen!). In erster Linie wollen wir euch aber vom Tanzen an sich begeistern, unsere Kurse sind deshalb auf Erleben, Spaß, Technik, Musikalität und Schritte/Figuren ausgelegt, nicht nur auf Letzteres wie bei den meisten anderen Tanzkursen.
Es gibt zwei Theorien. Die erste ist die Legende, dass brasilianische Bahnarbeiter Feste veranstaltet haben, die nicht nur für einheimische, sondern (integrativerweise) auch für die Einwanderer und Eroberer gedacht waren, deshalb schrieben sie ‚for all‘ über die Türen. Diese Theorie ist romantisch und gibt die Offenheit und Einstellung der Forrozeir@s zwar wieder, ist aber leider wohl falsch. Wahrscheinlicher kommt der Name von der Bezeichnung Fauxbourdon, einem Mittelalterlichen Musikstil in Frankreich, der in Brasilien zum Auftauchen des Begriffes „forróbodo“ geführt haben soll.
Forró = fɔˈʀɔ. Zorro wird zwar bis auf einen Buchstaben genauso geschrieben, unser Tanz wird aber anders ausgesprochen. Die beiden ‚R’s werden hauptsächlich nicht so hart sondern ganz weich fast wie ein ‚H‘ gesprochen. Betont wird die zweite Silbe.
Diese Frage kann ich gut nachvollziehen. Natürlich hilft es immens, wenn man bereits einen oder mehrere andere Tänze gut beherrscht. Trotzdem hat jeder Tanz seine Eigenheiten, sowie jede*r Lehrer*in eine eigene Sprache, und besonders der Beginn ist wichtig, um ein solides Gerüst aufzubauen. Während des Kurses entwickelst du dich natürlich deutlich schneller, das Team geht nämlich auf jede Person individuell ein. Du nimmst also die Überholspur, ohne die grammatikalischen Grundlagen auszulassen. Man startet auch nicht mit einem fortgeschrittenen Französisch-Kurs, weil man schon Spanisch kann, oder? Ich meine sogar, ein Grundlagenkurs, egal in welchem Tanz, tut jedem immer gut, egal ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Lehrer, man kann nie genug an den Basics arbeiten und sieht/hört den Kurs jedes Mal mit neuen Augen und Ohren!
Das wurde ich tatsächlich öfter schon gefragt. Meine Antwort: bunt. Forró selbst hat keine Farbe, sondern lebt von der Vielzahl der Farben, die die Forrozeir@s mitbringen.
Das ist eine beliebte und schwierige Frage. In unseren Kursen haben wir schon mehrere Modelle ausprobiert. Mittlerweile empfehlen wir, in die nächsthöhere Stufe (Mittelstufe oder Advanced) vorzurücken, sobald man alle Kursstunden einer Stufe einmal absolviert hat. Zwar kann man nicht davon ausgehen, dass nach einem einzigen Durchlauf alle Details wirklich sitzen – jedoch unterstützt Aufbau-Input dann auch die Verbesserung der Basics. Jedenfalls empfehlen wir, die Basics nicht außer acht zu lassen und weiterhin (auch) Grundlagenkurse zu besuchen.
Natürlich gibt es individuelle Unterschiede bei der Entwicklung der Teilnehmenden. Unsere Empfehlung ist ein Mindestmaß und orientiert sich an den schnellsten Entwicklern. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, sich nicht zu überschätzen und in fortgeschrittenere Kurse zu gehen, als es zum eigenen Niveau passt. Das behindert sowohl die eigene Entwicklung als auch die Entwicklung der anderen Teilnehmenden.
Gemäß den Sprachniveaustufen teilen wir unsere Kurse von A1 bis C2 ein. Das lässt sich grob wie folgt vergleichen:
– A1: Anfänger / Basic / Grundlagen
– A2: Grundlagen 2 / Aufbau
– B1: Mittelstufe 1 / Intermediate 1
– B2: Mittelstufe 2 / Intermediate 2
– C1: Fortgeschritten / Advanced
– C2: Fortgeschritten 2 / Advanced 2 / Teachertraining
Jeder kann beides! Wir machen bei unseren Kursen keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Jeder tanzt die Rolle, die er gerne tanzen will, unabhängig vom Geschlecht. In unseren Kursen wechseln wir mittlerweile sogar nicht nur die Partner*innen, sondern auch die Rollen. Es hat große Vorteile, wenn man beide Seiten kennenlernt, auch wenn es am Anfang natürlich ein wenig schwieriger ist, hineinzukommen!
