Forró Akkordeon-Kurs - Rhythmen: Baiao

Baião | Das Erbe des Königs

Der Baião existierte schon lange vor Luiz Gonzaga. Er war es jedoch (nicht alleine, aber maßgeblich), der ihn als (Sub-)Genre organisierte und es schaffte ihn in ganz Brasilien populär zu machen. Seine Arbeit als Akkordeonist, Sänger und Komponist machte ihn zum Rei do Baião (= König des Baião).

Das rhythmische Grundmuster des Baião, das in vielen der bekannten Genres der Region vorkommt, heißt in Zentralamerika ‚Tresillo‚, und ist eines der zwei Elemente aus dem die ‚Kubanische Clave‘ besteht. Dieser Grundrhythmus, in allen seinen Variationen, ist nicht mehr nur einer der wichtigsten Elementen der Lateinamerikanischen Musik, sondern ist längst eine der wichtigsten treibenden Kräfte der globalisierten Tanzmusik.

Die Wurzel des Baião-Rhythmus:

Baiao Wurzel

Um sich diesen Rhythmus besser zu merken, können wir auch folgende Eselsbrücke anwenden:

Panama Panama Cuba Baiao

Beim ersten Wort ‚Panama‘ wird die erste Silbe betont: „Pa“. Nach den weniger betonten Silben „nama“, wird das „Pa“ wieder betont. Wenn wir den Rhythmus nachher im Bass spielen wird sogar das ganze Wort („PANAMA“) betont. Und beim letzten Wort Cuba betont man die Silbe „Cu“.

Das Klopf-Muster übertragen wir 1:1, wenn wir Variante A der Bassbegleitung spielen. Variante B basiert auf dem gleichen Schema. Einziger Unterschied hier ist, dass auf der 2 und auf der 3 zwei zusätzliche Akkorde eingebaut werden.

Diskant und beide Seite zusammen

Alle Varianten können vermischt werden und beliebig miteinander kombiniert werden (wie eigentlich immer). 

Intro vom Lied „Baião“ von Luiz Gonzaga:

Man kann erahnen, dass es sich bei dem 1949 veröffentlichen Song Baião um einen Baião handelt. Trotz der traditionellen Rhythmen aus dem Nordosten Brasiliens – der Plan der beiden Komponisten Gonzaga und Teixeira war ganz Brasilien zu erobern. Der Plan ging auf!¹

Responses

    1. Moin Joachim!
      Die Rhythmus-Noten findest Du unter der Überschrift „Die Wurzel des Baiao-Rhythmus“! Wichtig ist aber vor allem das Panama-Panama-Cuba Pattern! Wenn Du das im Kopf hast, ist das die halbe Miete. Das Pattern macht es (unserer Meinung nach) einfacher den Rhythmus zu spielen als die Noten. Aber für alle die es mit Noten einfacher finden, stehen die drüber!
      Insgesamt zu Noten: Wir starten bei jedem Video MIT Noten und machen dann meistens die gleiche Übung OHNE Noten. Wenn es ohne Noten noch nicht klappt würde ich einfach nochmal den Schritt zurück machen!

      Und dann ist der Schritt zum beidhändigen Spielen natürlich ein größerer. Deshalb würde ich empfehlen alles bis zu diesem Punkt intensivst zu üben, dass das wirklich aus dem FF klappt! Unsere Videos sind kurz gehalten, damit man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann und weiß was man üben kann, auch wenn man nicht so viel Zeit hat. Um weiter zu kommen muss man sich da aber trotzdem für jede der Übungen die Zeit nehmen bis sie automatisiert sind!
      Deshalb: Wiederhole am besten jeden Schritt solange bis es richtig gut funktioniert! Die Videos sind extra so angelegt, dass man sich die Abschnitte einfach wiederholen und sie so mehrmals hintereinander üben kann!
      -> zuerst Rhythmus automatisieren -> dann erst das Intro lernen (mit Noten, also 1. Abschnitt letztes Video) -> dann Intro ohne Noten (2. Abschitt letztes Video)

      Übrigens: Wenn Dir ein Stück ‚live‘ zu schnell geht, dann kannst Du rechts unten im Video auf dem Tacho die Wiedergabegeschwindigkeit runterstellen, das ist finde ich auch eine hilfreiche Sache.
      Ich hoffe ich konnte helfen! Melde Dich sonst einfach nochmal!
      Liebe Grüße,
      Philip

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